Evaluierung von COST-Anträgen

Nach Ablauf des Sammlungsstichtags ("Collection Date") eines COST Open Calls wird jeder über das eCOST-Portal eingereichte COST-Antrag zunächst auf die Erfüllung von formalen Vorgaben geprüft. Alle gültigen Anträge werden dann in einem mehrstufigen Evaluierungsverfahren begutachtet.

COST-Evaluierungsverfahren: Drei Stufen der Begutachtung

  1. Unabhängige externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sogenannte "External Experts" bewerten die inhaltliche Qualität des Antrags nach festgelegten Kriterien (siehe SESA Guidelines). Die Gutachterinnen und Gutachter für jeden Antrag werden von der COST Administration in Brüssel nach geeigneter Expertise ausgewählt. In der Regel begutachten drei Expertinnen / Experten einen COST-Antrag.
      
    Die Begutachtung erfolgt im Peer-Review-Verfahren. Die Einzelbewertungen für jeden COST-Antrag werden zu einer abschließenden Bewertung in einem "Consensus Report" zusammengeführt.
     
  2. Entsprechend der vorliegenden Antragsthemen werden Review Panels für jeden Open Call in bis zu sechs "ad hoc" Panels zusammengestellt. Externe Review-Panel-Gutachterinnen und -Gutachter werden von den COST-Mitgliedsländern benannt. Sie führen die Qualitätssicherung der von den External Experts vorgenommenen Bewertung der Anträge durch: Sie prüfen und validieren die Evaluierungsergebnisse der COST-Anträge, kümmern sich um Fälle, in denen kein Konsens seitens der externen Gutachterinnen und Gutachter gefunden wurde, führen ein Ranking der über dem Schwellenwert liegenden Anträge durch und achten auf Konsistenz zwischen den Bewertungen aller COST-Anträge. Zudem identifizieren sie in Anträgen neu aufkommende Themen und erstellen anhand der Bewertungsergebnisse der externen Gutachterinnen und Gutachter eine Rangliste mit über dem Schwellenwert liegenden Anträgen für das Wissenschaftliche Komitee.
     
  3. Das Wissenschaftliche Komitee (Scientific Committee) setzt sich aus je einem wissenschaftlichen Experten bzw. einer wissenschaftlichen Expertin eines jeden COST-Mitgliedslandes zusammen. Es ist zuständig für:
     
    • die Validierung und Qualitätskontrolle der externen Expertinnen und Experten sowie der ad hoc Review Panels;
    • die Begutachtung und Auswahl der Anträge. Diese erfolgt durch das wissenschaftliche Komitee nach politischen, COST-strategischen Kriterien (Excellence and Inclusiveness Policy): Es wählt anhand der in den SESA Guidelines dargestellten COST-politischen Kriterien COST-Anträge aus der Liste der besten Anträge aus, die diese Kriterien in ihrem Antrag erfüllen und ein überzeugendes Konzept zur Erfüllung der Inklusionspolitik von COST präsentieren.
      Die politisch-strategischen Ziele von COST sind auch im Arbeitsprogramm von Horizont 2020 der Europäischen Kommission verankert.
    • Erstellung einer abschließenden Liste zu fördernder Anträge zur abschließenden Bewilligung durch das CSO-Gremium.

Detaillierte Informationen zum Evaluierungsverfahren von COST-Anträgen finden Sie in den SESA Guidelines auf der zentralen Webseite der COST Association.